Kette richtig reinigen und schmieren
Sauberer Antrieb, weniger Verschleiß: So reinigst du Kette und Ritzel ohne Hochdruck, Ölbad oder Werkstattdrama.
Eine saubere Kette fährt leiser, schaltet besser und schont Kassette sowie Kettenblatt. Wichtig ist nicht, die Kette glänzend wie neu zu polieren, sondern Schmutz und alte Ölreste dort zu entfernen, wo sie Verschleiß verursachen.
Was du brauchst
- Lappen oder alte Baumwolltücher
- weiche Bürste oder Antriebsbürste
- fahrradtauglicher Reiniger oder milder Entfetter
- Kettenöl passend zu trockenem oder nassem Wetter
- optional: Montage- oder Hinterbauständer
Der sichere Ablauf
- Grob reinigen: Schalte hinten auf ein mittleres Ritzel und wische die Kette mit einem trockenen Tuch ab.
- Reiniger dosiert einsetzen: Reiniger auf Lappen oder Bürste geben, nicht direkt in Lager, Motor oder Freilauf sprühen.
- Kassette und Schaltröllchen säubern: Gerade dort sammelt sich schwarzer Schleifstaub.
- Trocknen lassen: Eine feuchte Kette bindet neues Öl schlechter.
- Ölen: Je Rolle einen kleinen Tropfen auf die Innenseite der Kette geben.
- Überschuss abnehmen: Nach ein paar Minuten die Kette außen trocken wischen. Außen sichtbares Öl zieht Schmutz an.
Häufige Fehler
Hochdruckreiniger, aggressive Bremsenreiniger und dicke Ölschichten sind keine Abkürzung. Sie drücken Wasser oder Reiniger in Lagerstellen, lösen Schmierung an falschen Stellen und machen den Antrieb oft schneller wieder schmutzig.
Wann die Kette nicht mehr zu retten ist
Wenn die Kette trotz Pflege laut läuft, unter Last springt oder mit einer Kettenlehre deutlich gelängt ist, hilft Putzen nicht mehr. Dann ist Messen sinnvoller als Nachölen.